Angelika Milster – Die Diva des Musicals

Angelika Milster – ein Name der gleichbedeutend ist mit dem Ungewöhnlichen, Raren, Extravaganten und Außergewöhnlichen, der Diva

Angelika Milster wurde in Neustrelitz geboren und wuchs in Hamburg auf. Bereits mit zwölf begann sie, Gesangsunterricht zu nehmen und besuchte von 1968 bis 1971 die renommierte Schauspielschule von Margot Höpfner. Schon für ihre erste Filmrolle in „Meine Sorgen möcht‘ ich haben“ erhielt sie 1975 den Ernst-Lubitsch-Preis.

Nach einem Ausflug in die Welt des Kabaretts am Düsseldorfer Kom(m)ödchen spielte sie dann 1983 die Rolle, die ihr Leben nachhaltig veränderte: In der deutschsprachigen Erstaufführung des Musicalwelterfolgs „Cats“ in Wien übernahm sie den Part der Grizabella. „Erinnerung“ wurde zu ihrem Erkennungslied und machte Angelika Milster zum Musicalstar Nummer Eins im deutschsprachigen Raum. Sie bekam ihre erste eigene Fernsehshow („Mein Musicalhaus“, 1985) und wurde mit der Goldenen Europa und einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet.

Auch im Ausland wurde man hellhörig. Für die Europatournee seines Liederzyklus „Song & Dance“ im Jahr 1988 wurde sie von Andrew Lloyd Webber für die Rolle der Emma ausgewählt, und mit der „Kurt-Weill-Revue“ aus dem Theater des Westens Berlin gastierte sie 1991 in Paris und Washington. Dem Theater des Westens blieb sie auch in den folgenden Jahren treu und spielte dort u.a. Hauptrollen in „UFA-Revue“ (1992), „Blue Jeans“ (1994), „Hello Dolly“ (1995) und „Gypsy“ (1996).

Im Fernsehen wurde Angelika Milster zur gefragten Schauspielerin in Serien wie „Der Landarzt“ (ZDF), „Salto Kommunale“ (ZDF), „Mama ist unmöglich“ (MDR) und „Körner & Köter“ (SAT1) sowie in Filmen wie „Der König von Dulsberg“ (1994, mit Götz George), „Club Las Piranjas“ (1995, mit Hape Kerkeling) und „Alles wegen Robert de Niro“ (1996, mit Götz Alsmann).

Ab 1994 nahm Angelika Milster einige CDs mit Popschlagern auf. Gleich für das erste Album „Ich liebe Dich“ bekam sie 1996 den Deutschen Schallplattenpreis ECHO. Eine weitere ECHONominierung folgte im Jahr 2000. Ein Jahr später kehrte sie auf die Theaterbühne zurück und war in Hamburg in der deutschen Premiereninszenierung des Musicals „Mozart!“ zu sehen.

Eine völlig andere musikalische Richtung folgte Anfang 2002: Für eine Reihe von Kirchenkonzerten erarbeitete sich Angelika Milster ein völlig neues Repertoire von klassischen und geistlichen Liedern. Publikum und Presse reagierten gleichermaßen begeistert, so dass dieses Programm seither fester Bestandteil ihrer alljährlichen Konzertauftritte wurde.

Noch im gleichen Jahr präsentierte sie sich auf der Crossover-CD „Milster.“ in nie gekannter musikalischer Vielfalt: Sie interpretierte Lieder aus Film und Musical, sang Pop und Schlager, erwies aber auch Interpreten wie Elvis Presley, Queen und ABBA ihre Reverenz und sorgte darüber hinaus mit ihren Interpretationen von Klassikern wie „Granada“ und „Torna a Surriento“ für Überraschungen. Ihre künstlerische Vielseitigkeit bewies sie auch in den Folgejahren immer wieder. So sprach sie in der deutsch synchronisierten Fassung des Hollywood-Films „Shrek 2“ die Rolle der Guten Fee, übernahm bei den Antikenfestspielen in Trier die Titelpartie in „Lysistrata“ und beleuchtete im Programm „Ansichtssache“ zusammen mit dem Schauspieler Max Krückl im Theater der Wühlmäuse in Berlin die Missstände der heutigen Gesellschaft.

Nach einer Weihnachts-CD („Von ganzem Herzen“) und einem weiteren Crossover-Album („Mit den Augen der Liebe“) trat sie 2006 mit der Tournee „Das Überraschungsfest der Volksmusik“ in mehr als 50 Städten auf und konnte in der RTL-Comedyserie „Angie“ einmal mehr mit der komischen Seite ihres schauspielerischen Talents brillieren.

Auf Wunsch vieler Fans veröffentlichte sie im Frühjahr 2008 dann wieder eine neue CD mit schlagerorientierten Titeln („Ich sage ja“). Als Livekünstlerin bleibt Angelika Milster eine der meist gefragten Interpretinnen des Landes. Von der Silvestergala 2006 mit dem Rundfunkorchester des WDR bis zum Neujahrskonzert 2008 mit der SWR Big Band, von ihrem Weihnachtsprogramm „Swinging Christmas“ bis zum Galakonzert „Diva Maxima“, das sie im August 2008 in Dresden zusammen mit Montserrat Caballé, Milva und dem Filmorchester Babelsberg gestaltete, konnte sie allerorts mit ihrem weit gefächerten Repertoire überzeugen. Zum Musical kehrte sie im Mai 2009 mit dem Soloprogramm „Ich bin wie ich bin“ zurück, das im Essener Grillo-Theater seine umjubelte Premiere feierte, und im noch im gleichen Jahr war sie auf der Bühne des Berliner Renaissance-Theaters im Songdrama „Ewig jung“ zu erleben. Die Produktion wurde 2010 mit dem Publikumspreis des Berliner Theaterclubs ausgezeichnet.

Neben der Theatertätigkeit weitete Angelika Milster in den kommenden Jahren ihre Kirchenkonzert-Tourneen aus. Ihre Programme „Begegnungen“ und „Von ganzem Herzen“ wurden deutschlandweit bei weit über 500 Konzerten vom begeisterten Publikum besucht. 2013 erschien eine weitere CD unter dem Titel „Du hast mir Glück gebracht“, mit der Angelika Milster u.a. bei „Willkommen bei Carmen Nebel“ und dem ZDF-Fernsehgarten zu Gast war.

Ab Herbst 2016 war Angelika Milster in der Titelpartie der Musical-Uraufführung „Doris Day – Day by Day“ am Schlossparktheater in Berlin zu erleben. Über dreissig Vorstellungen fanden vor ausverkauftem Haus statt. Im Januar 2017 folgte dann die Premiere von „Wunschkinder“ am Berliner Renaissance-Theater, wo sie ebenfalls mit dem Stück „Ewig jung“ zu sehen war.

Im Sommer 2017 startete Angelika Milster ihr neues Solo-Konzertprogramm „Milster singt Musical“ mit vier erfolgreichen Preview-Konzerten in Österreich. 2017/18 gab es weitere Einzelkonzerte dieses Programms, und im Herbst 2018 dann eine große Deutschland-Tournee mit 14 Terminen.
Zwischenzeitlich ging „Doris Day – Day by Day“ bundesweit auf Tournee und Angelika Milster stellte sich ab 24. September 2017 wieder einer große Herausforderung das ein weiteres Highlight für die Sängerin und Schauspielerin wurde: Die Rolle der „Norma Desmond“ in Sir Andrew Lloyd Webber’s „Sunset Boulevard“ an der Thüringischen Philharmonie in Altenburg und Gera: Der Sommer 2018 stand unter dem Motto „Im weißen Rössl“ – Angelika Milster brillierte zur großen Freude ihrer Besucher im Renaissance-Theater Berlin. Ab September 2018 verkörperte sie am Theater Lübeck die „Tangolita“ in Paul Abrahams Operette „Ball im Savoy“. Und Ende des Jahres feierte die Theaterproduktion „Im Wechselspiel der Liebe“ nach einem Roman von Rosamunde Pilcher (Book and Lyrics by Claus Beling u. Music by Richard Blackford) Premiere in Österreich und Deutschland. Alle Termine finden Sie auf der Seite TOUR DATEN.

André Bauer – Der Produzent

André Bauer studierte Klavier und Klarinette in Zürich und Paris. 1968 erfolgte sein erstes Engagement am Zürcher Opernhaus. Neben seiner Dirigententätigkeit wurde er als Komponist und Arrangeur tätig. Mit seiner Verpflichtung als musikalischer Leiter an den Schauspielhäusern in Zürich und Basel etablierte er sein Faible für Film- und Schauspielmusik.

Sein Werdegang war immer wieder mit den renommiertesten Namen des Musiklebens in enger Verbindung, so arbeitete er zusammen mit Regisseuren wie Hans Hollmann, Hans Neuenfels, Arie Zinger, Prof. Sellner, Leopold Lindberg u.v.m. Er produzierte, komponierte und dirigierte für BMG Ariola, Polydor, Universal, EMI, CBS und Sony Music, blickt auf über 80 Produktionen am Schauspielhaus Zürich, Schauspielhaus Düsseldorf, Schillertheater Berlin, Staatstheater Bonn und den Basler Theatern, zurück und schrieb für zwei israelische Ballettproduktionen die Musik.

1980 produzierte André Bauer die Musik zu „Die letzten Tage der Menschheit“ für die Wiener Festwochen / ORF (Regie: Hans Hollmann). Erste Begegnung mit Peter Weck.

1982 wurde Peter Weck zum Intendanten des Theaters an der Wien ernannt und André Bauer wurde musikalischer Leiter und Chefdirigent des Theaters. Hier dirigierte er die umjubelte deutschsprachige Erstaufführung des Andrew Lloyd Webber Musicals „Cats“ und produzierte den mit Gold- und Platin ausgezeichneten Tonträger zum Bühnenerfolg.

1985 Anlässlich seiner ersten Japan-Tournee führte André Bauer internationale Pop- und Jazzmusiker mit Mitgliedern des Tokio Symphony Orchestra zusammen. Das von André Bauer produzierte Album „Midnight Cruise“ stellte eine begeisternde Verschmelzung der Elemente des Jazz und der Klassik dar, eine Musikrichtung, die den erfolgreichen Musiker danach nicht mehr losließ: Crossover.

1987 verließ André Bauer das Theater an der Wien und arbeitete freischaffend als Komponist, Dirigent und Produzent. Für über 90 Filme und TV-Serien, darunter „Tatort“ (ARD), „Ein Fall für Zwei“ (ZDF), „Ein Bayer auf Rügen“ (33 Folgen, SAT1), „Der Besuch der alten Dame“ (internationale Produktion mit Maria Schell), u.v.m.

Angelika Milster und André Bauer arbeiten seit 1983 künstlerisch zusammen. Die großen Erfolge der Sängerin wie z.B. die Alben „Meisterstücke“, „MILSTER.“, „Ich sage ja“, „Mit den Augen der Liebe“ und „Du hast mir Glück gebracht“ sowie unzählige Konzertprogramme wurden von ihm produziert und musikalisch geleitet. Auch die private Verbindung zwischen Milster und Bauer ist beständig: Seit 1987 sind die beiden verheiratet.